Donnerstag, 25. Mai 2017

Frau Tilda in blau

Ich könnte diese Woche glatt die blaue Woche nennen. Aber es ist wohl eher Zufall, dass ich 2 blaue Sachen in einer Woche poste. Ich bin ja so gar kein Planer in Sachen Blogpost. Ich nehme das, wo ich schon Bilder von Fertig habe und diese bereits bearbeitet sind (eigentlich nur Größe und Signatur).

Ich habe noch Sachen hier liegen, die sind schon seit 1 Jahre genäht und schaffen es einfach nicht vor die Linse! *seufz* 

Aber dieser kleine Rock, der hat´s ganz schnell geschafft. Ich hatte noch einen recht großen Rest von meiner Allegra. Ein schöner weicher Sweat, der aber nicht zu fest ist. Kurz mal angehalten und beschlossen: das wird ein Rock. Schnittmuster durchwühlt und dran gelegt. Dabei komme ich immer wieder auf 3 Schnitte zurück: Frau Tilda, Frau Hilde (beide von Hedi näht und schon mehrfach vernäht) und Frau Antje von Schnittreif (auch schon mehrfach genäht und natürlich noch nicht im Bild festgehalten *doppelseufz*)

Da der Stoff doch ein wenig dicker und die Länge eher kurz ist, habe ich mich für den Körpernahen Schnitt entschieden: Frau Tilda. Ich hätte ja nie gedacht, dass mir Bleistiftröcke stehen. Dieser Schnitt hat mich eines anderen belehrt. 


Eigentlich sieht der Schnitt immer recht elegant aus, aber ich finde er macht auch legere eine gute Figur.


Die Kürze ist nicht so meine Wohlfühlkürze bei einem Rock, aber mit Leggins drunter geht es sehr gut. Praktischerweise hatte ich eine genau passende. 


Was sagt mein Mann immer zu dem Schnitt: Betont sehr schön den Hintern. Das liegt wohl an der Passe (und vielleicht auch ein wenig an meinem nicht gerade schmalen Hinterteil). Ich mags auf jeden Fall. 


Schön finde ich an dem Schnitt auch die seitlichen Eingriffstaschen. Beim ersten Rock standen sie zuerst noch ein wenig ab. Ich muss sie ein wenig höher in der Bund reinnehmen, dann ist es perfekt bei mir. 


Die Sommersaison geht ja jetzt endlich los (zumindest noch die nächsten paar Tage) und es werden noch einige Röcke ausgeführt und dann hoffentlich auch fotografiert. 

Eure Micha

Schnittmuster: Frau Tilda von Hedi näht
Verlinkt: RUMS

Dienstag, 23. Mai 2017

Rope Bowl in blau

Da gab es doch tatsächlich noch welche in meinem Umkreis die keine Rope Bowl von mir hatten. Tststs... wie konnte das nur sein! Wie gut dass meine Tante Geburtstag hatte und ich diesem Mißstand abhelfen konnte. 



Diesmal in blau/türkisen Tönen. Ich finde es ja immer spannend zu sehen wie sich nachher das Körbchen mit den Stoffen entwickelt. 



Vom Fabrschema wäre es ja auch wirklich genau meins. Ihr ahnt es: ich habe immer noch kein eigenes! 



Vieler Worte bedarf es dieser netten Aufmerksamkeit ja nicht mehr. Ich habe euch ja schon einige dieser Werke gezeigt.



Ich finde sie immer noch ganz zauberhaft und habe es nicht satt sie zu nähen!

Das bisher letzte ging an meine Mum, aber da gibt´s noch keine Bilder von. Ich denke immer: wenn ich da bin, dann mache ich die! Jaja.... das ist wie die Rope Bowl für mich. Aber auch die wird´s irgendwann geben. 

In diesem Sinne: habt eine schöne kurze und sonnige Woche!

Eure Micha


Schnittmuster: Rope Bowl nach dem Tutorial von Contadina
Verlinkt bei:  HOTCreadienstagDienstagsdinge

Donnerstag, 18. Mai 2017

Tischsets mit Flying Geese

Letztes Jahr auf der Creativa habe ich bereits einiges fürs Pacthworken gekauft, aber doch nicht begonnen meine Ideen umzusetzen. Lieber habe die Stoffe gestreichelt und von meinen tollen Projekten geträumt. Bis die Mädels von 6 Köpfe 12 Blöcke um die Ecke kamen. Da ist auch mein Knoten geplatzt und ich habe endlich eines der Projekte umgesetzt. 

Ich hatte mir an einem tschechischen Stand eine tolle Jelly Roll gekauft und bereits zu Hause hatte ich im Kopf, dass es ein Tischläufer oder Tischset werden würde. Geworden ist es ein tolles Tischset. 


Wie ich schon bei meinem Bericht über den FPP Workshop bei Dorthe berichtet habe, haben es mir diese kleinen Gänse einfach angetan. FPP nähen hat einfach was meditatives und so sind diese beiden Untersetzer auch nicht schnell entstanden, sondern immer wieder ein Stückchen weiter wenn ich wusste wie es aussehen soll. 



Begonnen habe ich also mit den Flying Geese Streifen. Ich hatte mir vorher bereits die ungefähren Maße überlegt und ausgerechnet. Inzwischen mache ich sowas sogar lieber in Inch, allerdings habe ich noch kein Gefühl für die Ausmaße. Eine Platzmatte als Vorlage hat hier geholfen. 


Dann kamen die Streifen. Höhe der Gänse durch Anzahl der Streifen plus Nachtzugabe. Das kam gut hin. 


Die beiden Sets unterscheiden sich eigentlich nur durch den Stoffverlauf im Binding. 

Dann kam das für mich zunächst schwierigste: das quilten. Wie und was und ahhhh... ich muss mich entscheiden! Zu Hüüüülfe! Nach langem hin und her habe ich mich dann doch für die unauffällige Methode entschieden. Einfach in einem Wellenstich über die Naht. Das hatte ich bei einem Tischläufer gesehen und das gefiel mir da schon sehr gut. 


Für das Innenleben habe ich Thermolan genommen. Ich weiß noch nicht wie ich das wirklich finde, denn es ist schon ziemlich fest und dick, aber wirklich labberig sollen solche Sets nun auch nicht sein. Ich bin gespannt wie es sich nach der ersten Wäsche verhält! 


Wie ihr seht habe ich die Flying Geese ausgelassen. Eigentlich hatte ich vor, sie wie beim Kissen auch innen zu quilten, aber das habe ich dann vergessen und jetzt gefällt es mir auch ohne sehr gut. 


Das zweitschlimmste war dann das Binding. Die Sets lagen erst einmal ne Zeit im Regal bis ich mich da ran getraut habe. Ich bin auf ein tolles Video gestossen, was mir sehr weiter geholfen hat. Der Übergang von Anfang und Ende war mein Angstgegner, aber mit der Anleitung war es kein Thema. 

Das Binding habe ich auf der Rückseite per Hand angenäht. Das ging erstaunlich gut und schnell. Nur mein Finger hat unter der Nadel etwas gelitten. *autsch* 
Die Ecken sind noch übungsbedürftig, aber ich denke für den Anfang gefällt es mir schon ziemlich gut. 


Eingeweiht wurden die beiden auch schon und meinem Schatz gefallen sie. Wenn unser neues altes Wohnmobil endlich da ist, dann werden diese beiden zukünftig immer mit in Urlaub fahren. 



Ich freue mich, dass ich das Projekt geschafft habe und es toll aussieht. Ich überlege schon, was ich als nächstes angehe. 

Eure Micha 

Schnittmuster: selbst ausgegrübelt
Verlinkt bei: RUMS

Donnerstag, 11. Mai 2017

Dutchmans Puzzle

Diesen Monat war ich mal mega schnell - im nähen und bloggen. Unglaublich! Dafür haben den April Block noch nicht fertig, Handnähen dauert etwas länger. Was ich von den fliegenden Gänsen nicht behaupten kann. Seit meinem Kissen mit Flying Geese finde ich dieses Muster einfach super. 
Deswegen habe ich mich auch riesig über diesen neuen Block gefreut. Die Farben hatte ich mir schon vorher ausgesucht und ran ging es ans puzzeln. 


Ja, eine sehr ungewöhnliche Farbe für mich. Ich muss auch gestehen, dass es mir sehr schwer fiel so viel pink zu ertragen. *grins* Aber es soll ja ein Regenbogenquilt werden und da kommt nach rosa (das ist der Dresden Teller) halt pink. Ne was bin ich froh, dass der Juni bei mir lila wird!!! 


Es hat wieder Spaß gemacht eine neue Technik zu erlenen und auch zu merken, dass das genaue Arbeiten immer leichter wird. So ist mein Zentrum wirklich gut geworden. Zu meiner eigenen Überraschung!


Dann kann ich mich jetzt in Ruhe um den mit Hand aufzunähenden Dresden Teller kümmern. 

Eure Micha

Schnittmuster: Dutchmans Puzzle von Greenfietsen
Verlinkt bei: RUMS, 6Köpfe12Blöcke

Dienstag, 9. Mai 2017

Kurventasche und Mini Money Bag

Einer lieben Freundin durfte ich schon 2 Taschen nähen und um so mehr habe ich mich gefreut, dass sie noch einmal nach einer neuen Tasche frug. Ich hatte relativ freie Hand und habe erst einmal nach einem schönen Schnitt Ausschau gehalten. Meine Wahl fiel auf die Kurventasche von der Taschenspieler 3. Perfekte Größe und vor allem für Schulterträger und zum quer tragen. Perfekt!

Die Stoffauswahl war schon etwas schwieriger. Der Wunsch hingegen war einfach: Frühlingsfrisch. Das erst was mir dazu einfiel war der Taschenstoff Rom in der Farbe limone. Auf den schiele ich schon ganz lange und jetzt konnte ich ihn endlich verarbeiten. Dazu türkis. Mein Nähherz ist glücklich. 


Ich finde die Tasche so recht schlicht. Die neue Besitzerin musste direkt widersprechen. Naja, unauffällig ist sie wirklich nicht, ein richtig schönes Farb-Bonbon. Aber ich habe wirklich wenig betüdelt. Bei der Farbe wohl auch nicht so notwendig. 

Das Seiten/Bodenteil gibt der Tasche ihren Namen und war echt ein wenig tricky zu nähen. Immer schön langsam und gut stecken ist die Devise. 


Das Webband ist jetzt leider wech, aber das werde ich bestimmt noch Nachschub orden, denn das mag ich auch so gerne. Ich glaube ich hätte die Tasche auch gerne selber behalten. 


Ich habe auch ein wenig neues Zubehör ausprobiert. Zum einen diese andere Art der D-Ringe. Die machen nochmal ein wenig mehr her und gefallen mir wirklich gut. Ich habe sie dann bei der nächsten Tasche auch direkt für mich verwendet.


Und dann bin ich bei Snaply auf eine ganz tolle Sache gestossen. Ein ganz edler Abschluss für den Reißverschlussstreifen. Ich bin total begeistert. Einfach Reißverschluss reinstecken und mit 2 kleinen Schrauben von unten befestigen. Super easy und sieht echt chic aus wie ich finde. ich liebe ja so kleine Details.


Schön finde ich an der Tasche, dass sie einen geschlossenen Reißverschluss hat.


Innen habe ich einen perfekt passenden Stoff vom Möbelschweden genommen. 

Was natürlich nicht fehlen darf ist ein Schlüsselfinder. Absolut unbezahlbar. 


Da ich ein wenig länger für die Taschenproduktion gebraucht habe, gab es als Dankeschön für die Geduld ein Schlüsselband....


... und weil ich es auch endlich mal ausprobieren wollte, habe ich auch noch eine passende Mini-Money-Bag genäht. Ist die süß!


Meine Freundin nimmt manchmal einfach gerne nur das Nötigste mit. Da ist die "Kleine" wirklich perfekt dafür. 



Hier nochmal das ganze Set. Na wenn das keine Frühlingslaune macht. 


Meine Freundin hat sich wirklich sehr über ihre neue Begleiterin gefreut. Und das freut mich immer wieder aufs neue. 

Eure Micha

Schnittmuster: Kurventasche Taschenspieler 3
                       Mini-Money Bag von Keko Kreativ

Verlinkt bei:  HOTCreadienstagDienstagsdinge,TT

Donnerstag, 4. Mai 2017

Nähen fürs malen

Letztes Jahr habe ich angefangen ein wenig zu malen. Nein, weder mit Wasserfarben noch Aquarell. Sowas kann ich irgendwie gar nicht. Oder vielleicht habe ich auch nicht ganz die Geduld dafür. Ich habe mich für  das ausmalen von Mandalas und anderen schönen Bildern entschieden. Das entspannt mich einfach. 

Daher sind nach und nach so einige Malbücher und Stifte bei mir eingezogen. Die brauchten natürlich ein schönes zu Hause - natürlich selbst genäht. 

Für die Buntstifte habe ich das Herz aus der Taschenspieler 1 ohne die Abnäher genäht. Immer wieder ein toller Schnitt für ein Stiftemäppchen und ausreichend für 48 Buntstifte.


Damit es recht unempfindlich bleibt habe ich das rote Kunstleder genommen, was sich auch schon bei meiner Alles drin bewährt hat. Sie ist seit 2 Jahren mein ständiger Begleiter und man sieht es ihr nicht an. 

Da das Leder ein wenig blau changiert habe ich es im Reißverschluss und Webband wieder aufgegriffen. 


Da Buntstifte gerne abfärben gab es innen auch was zum leichten sauber machen - Sternchenwachstuch. 


Für die Malbücher sollte es auch ein schönes zu Hause geben. Mal eben gemessen und dann ein einfaches Täschchen genäht. Nur halt in groß. 


Hier habe ich mich für einen schönen HHL Kombistoff entschieden. Er passt perfekt dazu. Sonst bin ich ja eher nicht rosa, aber in Kombi mit dem bordeaux gefällt es mir richtig gut. 

Zum absteppen habe ich mal wieder die Zierstiche meiner JUKI bemüht. Ist ha nicht so als wenn sie nicht irgendwie so dreihundertzwölfzig davon hat. 


Dann hatte ich auch noch die grandiose Idee den Reißverschluss etwas schöner einzufassen. Sieht toll aus, hat aber einen Gedankenfehler......


.... denn ich hatte die Breite der Tasche anhand der Malbüchern berechnet. Ja, ihr ahnt es..... ich hatte die Reißverschlussenden nicht noch dazu gerechnet. Also passen leider nicht alle Bücher rein wie ich es geplant habe. *seufz* Muss ich wohl nochmal eine Tasche in größer nähen. 


Die Tasche ist groß genug, dass neben den Malbüchern auch die Stifte reinpassen. 


Mit so einer schöner Umhüllung macht das Malen noch mehr Spaß. 



Eure Micha

Schnittmuster: Herz von Farbenmix (Taschenspieler 1), Mappe eigener Schnitt
Verlinkt bei: RUMS

Dienstag, 2. Mai 2017

Rope Bowl zur Wohnungseinweihung

*hust* also ich glaube ich muss meinen Blog mal dringend entstauben. Ein Frühjahrsputz würde ihm wohl auch mal gut stehen, aber der muss warten. 

Mein April war alles andere wie langweilig obwohl ich fast die ganze Zeit zu Hause war. Wer jetzt lieber sehen möchte was ich genäht habe, der springt einfach zum ersten Bild. Alle anderen: nehmt euch nen (kleinen) Kaffee, ich plaudere ein wenig aus dem Krankenlager. 

Nach einer schönen Woche Urlaub begannen bei uns hier die OPs. Leider alle erst kurz vor dem Urlaub geplant und dann auch noch wir beide. Gemeinsam krank zu Hause hatten wir in den ganzen Jahren auch noch nicht. Mein Schatz bekam zuerst den Innenminiskus gemacht und war damit eine Woche zunächst ganz außer Gefecht gesetzt. Was für eine Umstellung. Denn sonst geht mein Mann immer abends im Dunkeln mit Bella. Tja, das musste ich jetzt machen. Also Führgeschirr an, ab zur Pippiwiese. Schön am Rand entlang (da ist es mit Strassenlaternen nicht so üppig) und wieder zurück. Ich muss sagen, Bella hat ihre Sache in der ganzen Zeit echt großartig gemacht. Aber ich glaube sie hat sich auch gefreut wie Herrchen wieder abends noch ne größere Runde mit ihr gehen konnte. 

Ne Woche später war ich dann dran mit OP. Bereits seit 1 1/2 Jahren drängt meine Augenärztin mich dazu mir auch mein linkes Auge mit dem grauen Star operieren zu lassen. Aber ich habe mich mit Händen und Füßen gewehrt. Das rechte Auge habe ich bereits vor 6 Jahren machen lassen. Allerdings in der Uni-Klinik und das war nicht schön. Ich habe zwar eine Beruhigungstablette bekommen, die aber nicht mehr so wirklich wirkte bis ich dann dran kam. Also habe ich alles mitbekommen. Einzelheiten erspare ich euch lieber, denn der Kaffee soll noch schmecken. Ich glaube es reicht, wenn ich sage dass ich zum Schluß noch ohne Vorwarnung ne Spritze in den Augapfel bekommen habe. Wie gut dass ich schon gelegen habe, ich glaube ich wäre sonst umgefallen. 
Damit nicht genug. 2-3 Wochen später bekam ich leider ein Makula Ödem (Irvine Gass Syndrom) und ich habe 3 Jahre und 6 Injektionen gebraucht um das halbwegs in den Griff zu bekommen. die Augenambulanz der Uni-Klinik ist nicht gerade ein ruhiger Ort, obwohl die Schwestern wirklich alle sehr nett waren. Aber ich habe teilweise 5-6 Stunden für 5 Minuten Untersuchung gewartet. Wenn ich Unterlagen für die Krankenkasse brauchte habe ich niemanden erreicht, so dass teilweise die Behandlung nicht rechtzeitig erfolgen konnte und und und.... einige von euch kennen das selber und wissen glaube ich wovon ich rede. Es war einfach eine traumatisierende Zeit. Das habe ich erst jetzt gemerkt wo ich um die 2.OP einfach nicht mehr herum kam. Auf dem Weg zur Voruntersuchung bin ich in der Bahn vor lauter Panik fast in Tränen ausgebrochen. Ich habe mir selber ungläubig dabei zugesehen. Ein Segen habe ich es jetzt im MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) machen lassen, zu de meine Augenärztin gehört. Dort war alles anders. Vor allem durfte ich während der ganzen Vorbereitung und der OP schlafen. Tief und fest. Als alles fertig war wurde ich freundlich gefragt ob ich schon wach sei. Bekam was zu trinken und eine Schoko-Crossaint. Als dann nach 3 Tagen auch auf dem linken Auge das Makula Ödem ausbrach ging es mir nicht gut, aber auch hier habe ich mich im MVZ gut beraten und aufgefangen gefühlt. Die Injektion ist nicht ganz so schlimm, aber auch unangenehm. Daher habe ich erneut um eine Narkose gebeten. Die musste ich zwar selber zahlen, aber das war es mir wert. So habe ich auch die Injektion absolut stressfrei überstanden. Was im übrigen für mein Auge sehr wichtig ist. Stress verschlechtert den Zustand der RP, aber auch des Ödems. Seit dem Wochenende ist das Ödem schon wieder gut weg und ich kann wieder scharf sehen. Was für ein Genuss. Ob das nun so bleibt wird sich zeigen. Das Injektionsstäbchen wirkt max. 6 Monate. Meistens geht die Wirkung nach 3 Monaten langsam zurück. Wenn dann kein Ödem wieder kommt, das wäre genial. Ansonsten gibt es noch eine Injektion. 

In der ganzen Zeit habe ich so gut wie gar nicht am Rechner gesessen. Am Handy schon - bei Insta gab es immer wieder was zu sehen - und natürlich saß ich auch an der Nähmaschine.  Da habe ich einiges gezaubert. 

Heute zeige ich euch aber etwas, das ist schon weit vorher entstanden. 
Für meine jüngste Stieftochter was zu nähen oder auch als Geschenk zu kaufen ist fast unmöglich. Sie hat einen sehr konkreten Geschmack und den treffe ich eher selten. Aber als sie uns zum Essen in der ersten eigenen Wohnung mit dem Freund einlud, da dachte ich mir, dass eine Rope-Bowl gar nicht so verkehrt sein kann. Schließlich kann sie auch als Brotkorb dienen und den hat man selten direkt am Anfang. 


Dementsprechend wurde das Körbchen auch etwas breiter als hoch. Bei den Farben habe ich mich vorsichtshalber mal von ihrer Schwester beraten lassen, die die Wohnung (und die zu Beschenkende) besser kennt. Mir wurde rot empfohlen. 


Um bloß kein Risiko einzugehen habe ich lieber mal grau als Kontrast ausgewählt. 


Meine Körbchen werden inzwischen auch immer runder und stabiler. 


Im Hintergrund - direkt neben der Nähmaschine - seht ihr meine erste Jelly Roll die ich verarbeitet habe. Ich kann sie auch auch bald zeigen, wenn ich das Binding endlich mit der Hand fertig mache. 

Den Abschluss nähe ich inzwischen lieber mit ein als dass ich da was drüber nähe. Ich finde es so ordentlicher.


Die Mitte bekommt dafür immer ein Stück Stoff ab. Eigentlich albern, denn wenn de Schüssel gefüllt ist, dann sieht man den Boden eh nicht. Aber ich finde es schöner. 


Passend zur Wohnungseinweihung gab es dann noch Brot und Salz im Körbchen. So war die Bestimmung des Körbchens auch direkt besiegelt. 


Das nächste Körbchen wurde inzwischen auch schon genäht, aber immer noch keines für mich. Tststs.... ich glaube ich verschenke die Körbchen einfach zu gerne! 

Ich hoffe meinen Blog nun nicht mehr so einstauben zu lassen und euch die ganzen vielen wundervollen Dinge zeigen zu können, die in den letzten Wochen entstanden sind. 

Eure Micha

Schnittmuster: Rope Bowl nach dem Tutorial von Contadina

Sonntag, 26. März 2017

Blog roll mal anders

Heute habe ich leider kein Foto für euch  Aber einen Link. 

Vor einiger Zeit fragte mich Martina von Jolinas Welt  ob ich nicht Lust hätte ihr einige Fragen zu beantworten. Hintergrund ist, dass es auf vielen Blogs keine Blogroll mehr gibt über die man zu neuen und interessanten Blogs gelangt. Das möchte Martina mit ihrer neuen Reihe ändern. 

Ich habe ihr sehr gerne rede und Antwort gestanden, denn über ihren Blog bin ich schon auf viele andere u.a. zum Thema Leben mit Behinderung gestolpert.  

Heute findet ihr also bei Jolinas Welt  meine kleine Geschichte zu meinem Blog und wie es zu all dem kam. 

Eure Micha 

Donnerstag, 23. März 2017

Flying Geese - mein Einstieg in die Foundation Paper Piecing Technik

Über den Quiltalong bin ich auf die Workshops bei Dorthe gestossen und entdeckte dort einen zum Thema Foundation Paper Piecing. Nähen auf Papier! Das fand ich immer schon so toll und faszinierend, dass es schon lange auf meiner To-Sew Liste stand. Aber ich war einfach zu faul mir diese Technik selbst anzueignen. Ein Segen, denn der Workshop bei Dorthe hat soviel Spaß gemacht. 

Wir waren eine tolle kleine Runde und es wurde neben dem nähen auch viel gelacht und der Auftrenner machte immer wieder seine Runde. 

FPP ist keine Technik mit der man mal eben etwas näht. Es ist aufwendig und ich finde man könnte es fast schon als Nähsport bezeichnen. Ein paar cm nähen, dann aufstehen und die Nahtzugabe kürzen, dann bügeln und dann wieder ab an die Nähmaschine und das nächste Stück annähen. Aber es hat auch was meditatives. Vielleicht nicht für jeden etwas, aber mir gefällt es. 

Aus den einzelnen Teilen ist ein Kissen für mich entstanden:


Im Workshop habe ich nur die beiden mittleren Flying Geese geschafft. Die äußeren habe ich dann zu Hause weitergemacht und die Umrandungen ebenfalls. 


Das für mich tolle an dieser Technik ist die akkurate Nähweise. Man kann gar nicht wirklich anders als perfekte Nähe zu machen, da man einfach nur den Linien auf dem Papier folgen muss. Die Stoffstücke müssen nicht akkurat zugeschnitten werden. Viel einfacher also, als beim Jahresquilt, wo das zuschneiden meine absolute Herausforderung ist. 


Nachdem ich das Kissentop fertig hatte, lag es erst einmal hier rum, denn ich wusste nicht so ganz wie ich es quilten soll. Einfach quer drüber fand ich viel zu schade, denn ich wollte dass die Flying Geese im Vordergrund stehen. Nach einem Hilferuf auf Instagram bekam ich dann den Tipp nur die Dreiecke zu quilten. Puhhh... da bedarfte es noch einiges an guten zureden - ganz lieben Dank nochmal dafür - dass ich das auch umsetze. 

Jetzt bin ich echt dankbar für die tollen Überzeugungskünste. Ich finde es toll. 


Ich muss auch zugeben, dass es gar nicht so schlimm war mit dem quilten wie ich gedacht habe. Einfach nur mit dem meditativen nähen weiter machen, dann wird das schon. 

Für die Rückseite musste ich ein wenig improvisieren, denn mein grauer Stoff reichte leider nicht mehr aus. Aber ich hatte schon bei Quilts gesehen, dass es ein ganzen tollen Effekt hat, wenn man einfach nochmal einen Streifen des Stoffes von der Vorderseite auf der Rückseite einbaut. Gedacht - getan. 


Ich liebe mein neues Kissen und ich habe direkt das nächste Projekt begonnen: Tischsets mit FPP Flying Geese. Aber zum zeigen fehlt noch das Binding. Auch so eine Sache vor der ich wirklich Respekt habe. 

Mein Kissen wandert jetzt erst einmal zu RUMS. 

Eure Micha

Verlinkt bei: RUMS, Tophill-Kissenparty