Donnerstag, 30. Juni 2016

Lupita - mein neuer Lieblingsschnitt

Ich gehöre ja auch zu der Sorte Schnittlemming! Wobei ich den Schnitten von Milchmonster einfach nicht widerstehen kann, da sie perfekt zu meiner Figur passen. Ein weitere Pluspunkt sind die genialen Anleitungen, die mehr als nur "wie setze ich eine Lupita zusammen" sind. Viele kleine Tipps und Tricks wie das genähte auch so wird wie ich es mir vorstelle. Ideal für Nähanfänger, aber auch für mich, die sich das ganze nähen eigentlich mehr oder minder selber beibringt. 

So war ich mir sicher, dass meine Lupita ein voller Erfolg wird. Genäht habe ich mir ein Urlaubskleidchen, was ich in der Toskana auch wirklich sehr gerne und viel getragen habe.


Meine Lieblingsvariante für alle diese Kleidchen oder langen Tunikas sind die mit Leggings drunter. Dann kleben die Beine (bei dem selten warmen Wetter) nicht so aneinander. 


Der Schnitt ist einfach klasse in Sachen Bauchweg. Um die Brust herum ist es perfekt betont und dann fällt es sehr schön weit ohne zu plusterig auszusehen. 


Der hintere Ausschnitt ist auch sehr schön tief. 
Ich wollte natürlich unbedingt wissen ob ich diese Knopfleiste hinbekomme. Das wird im Ebook sehr gut beschrieben. Ok, ich muss zugeben dass es nicht ganz so einfach war, aber für die erste Knopfleiste ever ist das Kleidchen super geworden. Ich habe den ganzen Ausschnitt noch abgesteppt. So haben sich die Rundungen noch besser gelegt. Wieder so ein Fall wo ich mich über meine neue Juki und ihren Obertransport riesig freue. Mit der alten hätte ich das leider nicht hinbekommen.


Das Kleidchen geht natürlich auch ohne Leggings. Das war dann die Strandvariante. 



Es versteht sich von selbst, dass ich nicht nur eine Lupita genäht habe... inzwischen sind es glaube ich 5-6, die ich zum Teil mit dem Schnitt Ebby gemischt habe. Dazu aber demnächst noch mehr. 

Ich hoffe ja der Sommer beehrt uns noch ein wenig und ich kann das Kleidchen auch in Deutschland tragen! Alternativ habe ich mir auch die Erweiterung gekauft und kann jetzt lange Arme nähen. Aber das wollte ich mir für den Herbst aufheben!

Eure Micha

Schnittmuster: Lupita von Milchmonster
Verlinkt bei: RUMS

Dienstag, 28. Juni 2016

Tasche Ela - Herausforderung für die Knopfmutti

Ich hatte den beiden Mädels meines Mannes zum Geburtstag (schon vor etlichen Monaten) eine selbstgenähte Tasche versprochen. Die "Mädels" sind im übrigen schon über 20 und vor allem die "Kleine" hat da sehr genaue Vorstellungen wie ihre Tasche auszusehen hat. Diese decken sich meistens so gar nicht mit meinen Vorstellungen. ;-) Bevor ich also irgendwas schenke was dann nicht gefällt sind wir zusammen auf Suche nach Schnitt und Stoff gegangen. Das hat 100x länger gedauert wie das eigentlich nähen. 

Der Schnitt war recht schnell gefunden: simpel und einfach sollte er sein, kein Schnickschnack und ein Ordner für die Uni musste rein passen. Da blieben die Basic Bag oder eben Ela. Ich habe mich dann für Ella entschieden, da sie durch den eingesetzten Boden mehr Platz bietet. Ich hatte sie bereits hier mal für meine Tante genäht. 


So bunt sollte ihre Tasche aber nun wirklich nicht werden. Tannengrün und braun waren gewünscht. *örgs* tannengrün ist nun eine Farbe die ich zum einen gar nicht habe und zum anderen gar nicht mag. Dementsprechend a ich da auf einen grünen Zweig bei meiner Stoffsuchen. Bei einem Besuch des Töchterleins bei uns habe ich sie einfach mal Richtung meiner Stoffvoräte geschleppt und siehe da: wir wurden bei beige und braun fündig. (was für ein Glück, bei tannengrün hatte ich echt eine Nähblockade). 


Das braun ist ein richtig schönes schokobraun und der Stoff hat eine ganz weiche Haptik. Der beige Stoff ist ein Leinengemisch von Tante Hilde und sollte eigentlich mal ein Rock werden. Als Tasche macht er sich aber auch sehr gut. 


Die aufgesetzte Tasche war ausdrücklich gewünscht, genauso wie innen bitte auch noch eine Tasche. Natürlich auch mit Schlüsselfinder. 


Die Tasche gefällt mir in ihrer Schlichtheit wirklich sehr gut. Auch wenn sie für mich noch einen Ticken bunter sein dürfte. 



Den Reißverschluss habe ich ein wenig verändert eingenäht. An den Enden habe ich Stoff als Abschluss genommen. So knüddelt sich der Reißverschluss nachher nicht so und es sieht ordentlicher aus. Das mache ich inzwischen bei fast allen Taschen dieser Art, egal ob kleine oder große. 


Und hier auch noch mal der schöne große Boden, der den Ausschlag für diesen Schnitt gab. Hier bin ich von der Anleitung abgewichen und habe ihn innen nicht mit Schrägband versäubert, sondern habe ihn in Außen- und Innentasche separat eingesetzt und eine Wendeöffnung gewählt. Klappt super und ich erspare mir das Schrägbandgefummel. Damit der Boden dann aber Stand hat, sollte man schon H640, S320 oder wie ich Soft & Stable einsetzen. 


Man was habe ich gezittert bei der Übergabe, dass sie auch den Erwartungen entspricht. Aber es war eine Punktlandung und sie wird gerne mit zur Uni genommen und hat da wohl auch schon Bewunderer gefunden. So soll es sein. 

Eure Micha

Schnittmuster: Ela von Beate

Freitag, 24. Juni 2016

Bella - die Einarbeitung 1. Woche

Heute ist die Einarbeitungszeit mit Bella offiziell zu Ende. Drei Wochen sind rum und wenn es nach den Krankenkassen geht, dann sind wir nun ein Team. ´tschuldigung das ich laut lache, aber ich habe das Gefühl ich stehe noch ganz weit am Anfang. Es waren drei sehr ereignisreiche Wochen und wir haben schon so einiges erlebt und erfahren. Wisst ihr was? Ich nehme euch mal ein wenig mit auf meine Reise durch die letzten drei Wochen. 

Nehmt euch eine Tasse Kaffee und macht es euch gemütlich, es wird ein wenig länger heute. 

Begonnen hat diese gemeinsame Reise am 6. Juni 2016. Nina (meine Trainerin der Führhundeschule Kleverland) kam an dem Montagmorgen bei mir vorbei und hatte meine Bella im Gepäck. Ganz so sicher wie es denn nun werden wir war ich mir noch nicht und wir hatten uns auch noch offen gehalten, ob sie da schon bei mir bleibt oder Bella nochmal über Nacht mit zur Trainerin geht. So starteten wir den Tag mit Leinenführigkeit und bei Fuß laufen. Bella beherrscht das ganze sehr gut, aber ich muss mir seit diesem Tag den Respekt erarbeiten, dass sie es auch für mich macht. So wurde an dem Tag viel diskutiert zwischen uns beiden und für Bella waren die Büsche und die "Hunde-Tageszeitung" oftmals viel interessanter wie ich oder das was ich wollte. 
Dazu kam, dass ich mir mit meinem Kopf auch noch selber im Weg stand... Hilfe, ich kann dem Hund vielleicht weh tun, oder: er geht bestimmt kapputt. Aber auch meine innere Haltung immer wieder herzustellen und die ganze Aufregung und Nervosität vor dem neuen Wesen Hund in meinem Leben weg zu packen und Souveränität auszupacken, haben mich ganz schön gefordert und auch überfordert. 
Dementsprechend sah das Bild am 1. Tag nach dem Training so aus: 


Auch wenn wir ko waren, so ist Bella schon am 1. Tag bei uns geblieben. Da sie uns bereits kannte und eine Beziehung aufbauen konnte, war das für die Hübsche gar kein Problem. 

Der 2. Tag verlief ähnlich, aber ich konnte schon merken, wie einige meiner Handlungen bei ihr Wirkung zeigten und bei Fuß hieß nun auch nur noch an jedem 3. Grashalm schnuppern. Das ganze war nur die Vorbereitung auf die Führarbeit und war der "Grundgehorsam". Mein Mann amüsierte sich (noch) köstlich über mich und meinte dass sei doch alles nicht so schwer. (eine Woche später hat er seine Meinung geändert, aber dazu später mehr). Bella und ich waren allerdings wieder platt:


Mittwoch war nun endlich die Führarbeit dran. *uahhhh* Ganz ehrlich kann ich nicht sagen was mein größtes Problem war: den richtigen Ton treffen, die innere Haltung, welchen Befehl sage ich wann, wir gehe ich mit Verweigerung um, wie handel ich sie bei Hundebegegnungen.... Ich war einfach hoffnungslos überfordert und wir sind die beiden Ampeln bestimmt 20x angegangen. erfolgreich kann ich diesen Tag nicht nennen. 
An dem Abend war ich einfach nur feddisch mit der Welt. 

Hundeyoga ist bei Bella sehr beliebt und wird oft praktiziert. 

Wie so oft bei mir: eine Nacht drüber schlafen hilft immer. So auch diesmal. Donnerstag sind wir die gleiche Strecke wieder gelaufen und es hat sehr gut geklappt. Jede Ampel wurde direkt angezeigt und die Befehle kamen im richtigen Ton an der richtigen Stelle. Jipiehhh! Geht doch. 

Freitag hieß es dann: wir gehen in die City. Die ist hier nicht wirklich groß, aber bei schönem Wetter doch auch voll. Egal, da müssen wir jetzt durch. Der erste Gang war eine spannende Erfahrung und hat mir zwei Dinge aufgezeigt. 
Zum einen: ich habe meinen festen Weg, den ich durch die Stadt gehe. Das ist meine innere Landkarte. Ich gehe gerne in der Mitte der Fußgängerzone, da dort am meisten Platz ist und keine Aufsteller oder Fähnchen oder Warenkörbe im Weg stehen. Ab durch die Mitte ist mein Motto.
Zum anderen: ich bind dabei hochkonzentriert und sehr angespannt. Auch wenn ich mit Stock laufe, so bin ich doch darauf gefasst, dass die Leute mich umrennen und den Stock einfach nicht wahrnehmen. Es gibt auch viele die einfach stehen bleiben und ich mit dem Stock in sie reinrenne wenn ich es nicht rechtzeitig sehe. Das verstehen sie meistens nicht. Also noch mehr Konzentration damit dass nicht passiert. 

Bella ist da anders: sie sucht sich ihren besten Weg. Das war nicht immer meiner. Es ist sehr schwer da auf einmal alle Kontrolle abzugeben und einfach dem Hund vertrauen. Zum anderen: wenn man ihr vertraut, dann passieren diese Zusammenstöße auch nicht mehr. Diese ganze Anspannung und Konzentration ist nicht notwendig. Aber das dann "mal eben" zu machen. Neeee... nicht mit mir. ;-) Aber für das erste Mal Stadt war es schon klasse. 

Das ist doch meines, oder? 

Dann sind wir Samstag einkaufen gegangen. Noch ohne Führgeschirr, aber mit Kenndecke (auch dann darf sie überall mit rein). Ich glaube so schnell haben mein Mann und ich noch nie eingekauft. Die Leute gucken, fassen den Hund an, stellen sich daneben und sprechen Bella an (die das total toll findet, aber nicht einfach zu Menschen hingehen soll). Also Stress pur kann ich euch sagen. Aber das wichtigste landete in unserem Wägelchen und wir ganz schnell zu Hause. 
Die Erholung am Wochenende haben wir uns echt verdient. Meine Eltern haben einen schönen großen Garten, den Bella sehr liebt und den wir am Wochenende belagert haben. 


Am Anfang der Woche war auch Bella sehr unruhig und ist viel durch unsere Wohnung gelaufen und auch bei Spaziergängen konnte die Nase nicht still bleiben. Für sie war die erste Woche nicht minder aufregend und anstrengend wir für mich. Aber auch sie kommt jeden Tag ein Stückchen mehr an. Sie lernt unseren Rhythmus kennen, freundet sich schrittweise mit unserem Kater an und die Tageszeitung beinhaltet auch nur noch die aktuellen Neuigkeiten. Unsere "Regeln" (Decke bedeutet auch auf selbiger liegen zu bleiben und nicht doch an der Tür gucken kommen, bzw. bedeutet 3/4 des Körpers bleibt auf der Decke) haben wir recht oft diskutiert, aber sie werden immer weniger in Frage gestellt. Labradore können dabei so wunderbar "warum" fragen mit ihrem Blick. Achja... und eigentlich ist sie ein Labrador-Robbe Mix. *lol* Immer wenn sie nicht auf der Decke bleiben will, dann robbt sie sich ganz langsam aber sicher da runter und Richtung mit oder Nina. Gleiches gilt für das Heranspirschen an interssanten Sachen auf dem Boden, wenn man im "Platz" liegt und nicht aufstehen darf. 

Ein Hundespielzeug was sie nicht "erlegt" bekommt. 

Ich denke ihr merkt, die Woche war anstrengend, aber wir haben auch sehr viel gemeinsam gelacht. Sie hat unser Leben vollkommen auf den Kopf gestellt und wir möchten sie nicht mehr missen. 

Wasser von oben ist absolut nicht ihr Ding!
Es war heute so einiges an Text und ich bin erst am Ende der 1. Woche. Aber ich werde einen kleinen Break einlegen und die Tage die Fortsetzung schreiben. Danke fürs dabei sein an euch. Danke für die vielen lieben und wundervollen Kommentare hier im Blog zu Bella und auch auf Insta. Auch das ist Balsam für die Seele. Leider bin ich noch nicht zum beantworten aller Kommentare gekommen, ich hoffe ich komme bald auch dazu. 

Eure Micha

Verlinkt bei: Freutag

Freitag, 17. Juni 2016

Hängebeutel Ei - ein Allrounder!

Heute habe ich mal wieder was genähtes für euch. Ja auch das gibt es hier noch *zwinker*, denn ich habe in den letzten Monaten noch so viel genäht was ich euch noch gar nicht gezeigt habe. 

Aber vorher für alle Neugierigen ein kleiner Zwischenstand in Sachen Bella. In einem Wort: *uff* Letzte Woche war ich vollkommen platt von allem erlernten und erlebtem. Sie hat mich an meine Grenzen geführt und mich in Frage gestellt und letzte Woche Mittwoch hätte ich sie am liebsten meiner Trainerin wieder mitgegeben, weil ich mich vollkommen überfordert gefühlt habe. Aber das hat sich schon sehr gebessert und wir entwickeln uns toll. Heute haben wir einen Führgang durch Rossmann und Aldi gemacht und ich war mega beeindruckt von meinem Hund. Zum einen wie gut sie mich durch die Gänge führt, rechts und links auf Befehl geht, Menschen ausweicht und dabei voll konzentriert ist. Am meisten hat mich aber beeindruckt, dass man merken konnte wie viel SPASS sie an ihrer Arbeit hatte. Als wenn sie sagen wollte: na endlich kann ich dir zeigen was ich kann. Und das in einem Laden, der für Hundenasen ein Paradies ist und sie nicht schnuffeln durfte. Unglaublich. Sie ist eine wunderbare Hündin die Spaß an ihrer Aufgabe "Führen" hat, die intelligent ist und ihr Rudel (meinen Mann und ich) schon sehr ins Herz geschlossen hat. Wir sie inzwischen auch. 
Ich werde euch auf jeden Fall auch hier noch die Bilder zeigen, die ich auf Insta immer mal wieder gepostet habe. 

Jetzt aber zu was genähtem - nein, noch nicht für Bella obwohl es was mit einem Hund zu tun hat!

Ich mag es ja gar nicht sagen, aber das war ein Geschenk zu Weihnachten 2015 und zwar für meine Tante. Ich habe lange überlegt was sie noch gebrauchen kann und dann stolperte ich über die Anleitung für ein"Hängebeutel-Ei". 


Sieht ein wenig ulkig aus, aber ich finde es ja außerordentlich praktisch. Meine Tante passt ab und an auf eine nette Dackeldame auf und dann fliegen Leine & Co meistens durch die Gegend im Flur. Da ist das Hängebeutel Ei doch  perfekt für ein wenig Ordnung. 


Schnell reingegriffen hat man alles für die Gassi-Runde zur Hand. Außen haben ich einen festeren Baumwollstoff und innen eine leichte Baumwolle genommen - beides vom Möbelschweden. 



Entgegen der Anleitung habe ich die Aufhängung und die untere Schlaufe aus Gurtband gemacht. Funktioniert hervorragend. Zudem wollte ich die untere Schlaufe ein wenig variabler gestalten und habe einen Karabiner aufgezogen und die Schlaufe mit einer KamSnap verschlossen anstatt zu vernähen. 


Das Geschenk musste ich zwar erst einmal erläutern... wo hat man denn sowas auch schon mal vorher gesehen, aber praktisch ist es gut angekommen.

Eure Micha

Verlinkt bei: Do4You

Donnerstag, 16. Juni 2016

Kleinigkeit für Prinzessinen

Meine Tanzgruppe sind meine Prinzessinnen, denn sie sehen nicht nur wie welche aus in ihrem zauberhaften Kostümen, sondern sie fühlen sich auch so. Seit nunmehr fast 8 Jahren folgen Sie meinen Choreos und sind es noch immer nicht satt. Unglaublich. 


Als Dankeschön und weil kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, habe ich eine Kleinigkeit für die Prinzessinen genäht:


Schlüsselbänder mit Herz - genauso bunt und vielfältig wie meine Tänzerinnen sind. 


Ich freue mich immer wieder darüber, dass solche Kleinigkeiten genau passen. Hoffentlich darf ich meine Mädels noch lange begleiten und mit Kleinigkeiten überraschen. 

Eure Micha

Freitag, 3. Juni 2016

Glück auf vier Pfoten

Huhu? Ist noch jemand da? Ich hoffe schon, denn nach der ungeplanten langen Pause soll es hier langsam aber sicher wieder was zu sehen geben. 

Nach meinem letzten Post hat sich leider genau an dem Abend mein alter Laptop verabschiedet und natürlich hatte ich auch nicht alle Dateien gesichert. Ein Segen aber schon 95% so dass die Panik nicht ganz so groß war. Allerdings hat es etwas länger gedauert bis wie einen neuen gekauft haben und dann kam die nächste Hürde: Windows 10! Oh man... bis ich da endlich mal alle Einstellungen gefunden habe und ich nicht ständig etwas suchen musste. *örgs* Tja, bis dahin hatten wir leider schon Anfang Mai und unser Urlaub stand vor der Tür. :-) Damit waren dann die nächsten 3 Wochen ohne ein Lebenszeichen von mir da. Jetzt sind wir aber schon wieder zurück (leider) und prompt steht die nächste Aufregung an. 

Ich glaube der Titel verrät euch schon einiges. Am kommenden Montag beginnt das Abenteuer meines Lebens. Das auf was ich seit 4 Jahren hinarbeite. 
Vor fast 4 Jahren war mein 2.Post in diesem Blog schon ihr gewidmet. Hier hatte ich euch ein paar Infos darüber gegeben was alles erforderlich ist für einen Antrag bei der Krankenkasse. Ihr habt mich begleitet als ich die zuerst eine Ablehnung erhalten habe und dann die Daumen für den Gutachter gedrückt. Mit Erfolg denn vor 3 Jahren hatte ich endlich die Bewilligung. Dann kam de Durststrecke, die vor 2 Jahren beende wurde, denn dann kam sie:


Noch nicht ahnend, welche große Aufgabe Sie erwarten würde. Schon da war sie neugierig genug sich der Herausforderung zu stellen. Für mich war es am schönsten, dass ich ihr sogar den Namen gegeben habe: Bella


Ich habe sie das erste Mal kennengelernt als sie 7 Monate alt war und bei Ihrer Pflegefamilie in Frankfurt lebte. Dort durfte sie zu einem tollen Familienhund heranwachsen. 


Vor einem Jahr war noch einmal zittern angesagt, denn die ärztlichen Untersuchungen standen an und es hätte immer noch sein können, dass sie nicht zur Ausbildung zugelassen wird. Aber sie hat aller mit Bravour bestanden. Welch eine Erleichterung. Ich hätte mich da schon schwer wieder von ihr trennen können. 

Im Oktober habe ich sie nach 10 Monaten das nächste Mal wiedergesehen und... sie hat mich erkannt! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich mich darüber gefreut habe. Das war der Grundstein unserer Zusammenarbeit. 



Der nächste Besuch war im Januar diesen Jahres. Die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten war groß. Die Leckerlis hatten anscheinend Wirkung gezeigt ;-) Inzwischen war aus der verspielten Bella schon ein angehender Führhund geworden, die sehr genau wusste was gutes Benehmen ist. Auch wenn man merkt, dass es ihr nicht immer leicht fällt. Aber sie ist auch ein Labbi. Sie fragt des öfteren gerne "Warum?" und meint diskutieren zu können. Ein Segen lag das alles zu diesem Zeitpunkt nicht in meinen Händen sondern in der erfahrenen Händen meiner Trainerin. 


Die nächsten beiden Termine sollten dann schon bei uns zu Hause stattfinden. Zum einen mussten wir auch so langsam schauen was Limba und Bella voneinander halten. Und Bella sollte meine Umgebung kennenlernen und sich schon ein wenig durchschnuppern damit nicht alles neu ist in der Einarbeitung. 

Der Besuch war 2 Wochen nach meiner Schulter OP und ich noch recht bewegunseingeschränkt. So hatte ich Bella einfach an der Leine links neben mir und wir sind den Weg zur Arbeit gefahren/gegangen und meine Kollegen sind das erste Mal auf Bella getroffen. Ich muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnen dass das AHHH und OHHH groß waren. Ja, nicht nur wir hatten uns in Bella verliebt. 

Vor genau 4 Wochen war der letzte Besuch bei mir. Wir hatten in der Zwischenzeit hier zu Hause schon einiges vorbereitet. Decke und Näpfe standen bereit. Schließlich sollte auch der Kater sich schon mal eingewöhnen. Für ihn hatte ich mir beim letzten Treffen etwas von meiner Trainerin gewünscht: ein schmuddeliges Handtuch mit Bella-Geruch. Das haben wir seit März auf der Decke im Wohnzimmer liegen, so dass sich der Kater schon mal an den Geruch gewöhnen kann. Das er aber das Handtuch dann jeden Tag dauerbeschmust und fast vergewaltigt, dass hatten wir nicht gedacht. Aber es hat anscheinend geholfen, denn beim letzten Treffen wurde die Distanz zwischen den beiden schon viel geringer. Bis auf einen halben Meter trauen sie sich schon. Wobei Bella eher die vorsichtigere ist und Limba sich dann einfach entspannt von der Trainerin beschmusen ließ. 



An diesem Tag bin ich das erste Mal richtig mit Bella im Führgeschirr gelaufen. Mit den passenden Kommandos und allem was dazu gehört. Ich glaube wir waren nachher beide fix und alle. Ich habe gelernt, dass ich noch ein wenig mehr Durchsetzungskraft brauche: sie ist kein Chihuahua! Das Mantra hat mich dann in meinen Urlaub begleitet. Ich hoffe es hat geholfen, denn nun ist es nach vier Jahren soweit:
Am kommenden Montag beginnt unsere gemeinsame Zeit. Jetzt muss ich in den kommenden Wochen lernen was Bella schon weiß. Wir werden lernen ein Team zu sein. Wann wer was zu sagen hat. Sich zu vertrauen und zu ergänzen. Aufeinander acht zu geben und füreinander da zu sein. Nach vier Jahren ist es nicht zu Ende, sondern es beginnt erst: das Abenteuer meiner Führhündin Bella und mir. 

Ich versuche auch in der Zeit wieder zu bloggen, aber ich kann in keinster Weise abschätzen wie oft. Wer öfter dabei sein möchte, der kann mir gerne auf Instagram folgen. Dort werde ich auf jeden Fall kurz berichten wie es läuft. 

Danke, wenn ihr wirklich bis hierhin durchgehalten habt! Es war wirklich ein langer Weg bis heute, aber es ist noch lange nicht zu Ende, deswegen freue ich mich noch mehr wenn ihr auch weiter bei mir seid und euch mit mir freut. 

Eure Micha

Verlinkt: Freutag